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Werkzeug Nummer 1: Die Hand! Arbeitshandschuhe in den verschiedensten Einsatzbereichen

Schon die Gruppe Geier Sturzflug wusste 1983: Wer richtig was bewegen möchte, muss in die Hände spucken. Anpacken kann schmutzig, rutschig oder regelrecht gefährlich sein! Daher sind Arbeitshandschuhe aus vielerlei Gründen unverzichtbar. Dem Schutzsuchenden bietet sich hier eine überwältigende Vielfalt – je nach Anwendungsbereich, Material, Oberfläche, Greifeigenschaften…

Gehen wir das Ganze einmal analytisch an:

Die erste Frage muss lauten: Soll die Hand vor dem Werkstoff oder der Werkstoff vor der Hand geschützt werden?

Denn nicht nur wo es ölig, staubig , erdig oder gar chemisch aggressiv zur Sache geht werden Handschuhe verwendet, sondern auch, im Gegenteil, in sterilen und staubfreien Umgebungen. Bei der Herstellung von Feinelektronik, Computerchips und ähnlichem wäre jede Art von Verunreinigung fatal, da reicht schon der geringste Hautpartikel. Mindestens genauso schädlich können im Kontakt mit empfindlichen elektronischen Bauteilen elektrostatische Ladungen sein. Für diese Fälle empfiehlt sich die Verwendung von ESD-Handschuhen (ESD steht dabei für electrostatic discharge).

Meistens kommt es in Arbeits-Umgebungen, in denen der Handschuh also tatsächlich den Werkstoff vor Verunreinigungen durch die direkte Berührung schützen  soll, auf Fingerspitzengefühl an: Die Handschuhe für solche Einsatzgebiete müssen dünn sein, geschmeidig und äusserst griffsicher. Daher eignen sich hierfür Materialen wie Baumwolle, Nylon, Vinyl oder auch PE.

Einweghandschuhe finden besonders in Medizin und  Lebensmitteltechnik Einsatz. Sie sind lebensmittelunbedenklich und liegen dank der Materialen (wie beispielsweise Latex, Nitril, Vinyl…) wie eine zweite Haut über der Hand. Das Tastempfinden wird also kaum eingeschränkt. Durch den engen Hautkontakt ist es aber umso wichtiger, die Hautverträglichkeit der einzelnen Materialen zu prüfen – was dem einen angenehm ist, löst beim nächsten vielleicht Allergien aus. Das gilt auch für die Variante der gepuderten Handschuhe: Die Puderschicht erleichtert das An- und Ausziehen, ist aber nicht für jedermann verträglich. Einweghandschuhe bieten guten Schutz vor vielen Flüssigkeiten. Bitte prüfen Sie jedoch im Einzelfall, ob und mit welchen Chemikalien Sie in Berührung kommen werden und welches Material den jeweils besten Schutz bieten kann. Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) bietet beispielsweise hierfür sehr anschauliche Übersichten zum Download an.

Andere Bereiche, in denen Arbeitshandschuhe  unverzichtbar sind, sind Arbeitsumgebungen in denen die Hände thermischen Risiken wie hoher Hitze (beispielsweise beim Schweissen) oder extremer Kälte ausgesetzt sind, wenn das Risiko von Schnitt- oder Stichverletzungen besteht (Sägewerk) oder wenn mechanische Reize auf die Hände einwirken, wie es beispielsweise bei groben Arbeiten auf der Baustelle oder im Lager der Fall sein kann. In diesen Fällen dient der Handschuh ganz klar dem Schutz der Hand vor dem Werkstoff beziehungsweise dem Arbeitsumfeld.

Die verschiedenen Schutzeigenschaften werden übrigens genau klassifiziert und in DIN EN –Normen geregelt. Informieren lohnt sich: Es geht um Ihre Hände!