Feedback
zum Verpackungsmaterial-Shop
Weihnachtsmarketing

Weihnachtsmarketing im E-Commerce – 8 Tipps für mehr Umsatz

Über 100 Milliarden Euro für Weihnachtsgeschenke? Im vergangenen Jahr wurde diese magische Umsatzgrenze im Weihnachtsgeschäft erstmalig überschritten. Das Weihnachtsgeschäft bezieht sich auf die Monate November und Dezember. In dieser Zeit wird rund 15 Prozent mehr Umsatz erzielt im Vergleich zum Durchschnitt der anderen zehn Monate eines Jahres. In einigen Branchen ist der Anteil am Jahresumsatz sogar noch höher, in der Spielwarenbranche mit 26,8 Prozent am höchsten. Aber auch bei Büchern, Uhren und Schmuck, Unterhaltungselektronik sowie Kosmetik wird jeweils knapp ein Viertel des Jahresumsatzes im November und Dezember erwirtschaftet.

Umsatzplus zu Weihnachten

Dass jährlich zu Weihnachten neue Umsatzrekorde erzielt werden, ist längst nichts Neues mehr. Betrachtet man allerdings die Verteilung, zeigt sich der E-Commerce als klarer Gewinner: Das Umsatzplus im Weihnachtsgeschäft 2018 lag gegenüber 2017 bei zwei Prozent. Betrachtet man nur den Onlinehandel, ist eine Steigerung von 9,8 Prozent erkennbar. Der Trend geht zum Weihnachtseinkauf per Mausklick. Bereits jeder Fünfte shoppt lieber online als im Laden.

Im stationären Handel werden Kunden durch geschmückte Innenstädte, Weihnachtsmärkte und passende Dekoration in Kaufstimmung versetzt. Im E-Commerce muss ein Pendant gefunden werden. Kluges Weihnachtsmarketing sorgt für volle Warenkörbe und starke Umsätze.

Weihnachtsgeschäft planen
Analysen als Grundlage der Planung

1. Daten analysieren

Die Daten aus dem Vorjahr sind der Ausgangspunkt für dieses Jahr. Durch eine Analyse lässt sich schnell herausfinden, welche Produkte und Produktgruppen sich besonders gut verkauft haben, welche Kundengruppen die höchste Kaufkraft hatten und welche Marketingmassnahmen am erfolgreichsten waren.

Die analysierten Daten dienen als Grundlage für die Weihnachtsmarketing-Strategie. Massnahmen, die sich bewährt haben, fliessen wieder mit ein und was im vergangenen Jahr schon schlecht performt hat, wird aktuell auch keine besseren Ergebnisse liefern und nicht weiter berücksichtigt. Da auf Basis dieser Analyse eine Vielzahl an Entscheidungen aufbauen, sollten Sie früh genug mit der Auswertung beginnen. Wenn das Weihnachtsgeschäft läuft, ist es zu spät.

Der Wettbewerb ist in der Weihnachtszeit noch härter. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Mitbewerber intensiv im Auge zu behalten. So kann auf deren attraktive Angebote schnell mit einem eigenen Konterangebot reagiert werden.

Weihnachten visualisieren

2. Weihnachtliches Layout

Die Weihnachtsatmosphäre wird durch das passende Layout im Onlineshop widergespiegelt. Ein winterliches Logo, weihnachtliche Motive und Effekte sorgen für eine wohlige Stimmung. Dadurch verlängert sich die Verweildauer, was wiederum zu höheren Umsätzen führt. Wichtig ist darauf zu achten, dass das saisonale Layout zur Marke passt.

Aktionstage als Marketingtool
Aktionstage clever nutzen

3. Aktionstage nutzen

Jährlich findet am vierten Freitag im November der Black Friday statt, dieses Jahr am 29. November. Am darauffolgenden Montag folgt der Cyber Monday und schon eine Woche vorher beginnt Amazons Cyber Monday Woche. Der Black Friday gilt als Startschuss für das Weihnachtsgeschäft. Mit gezielten Aktionen und Angeboten wird die Kundschaft gelockt und nachhaltig gebunden, beispielsweise wenn bei der Bestellung ein Gutschein – gültig bis zum Ende des Jahres – beiliegt. Gutscheine animieren zu Zusatzkäufen.

Geschenkefinder als Marketing Tool
Geschenkefinder als Marketingtool

4. Geschenkideen vorschlagen

Jedes Jahr zerbrechen sich Millionen Menschen den Kopf über das passende Festtags-Geschenk. Vorschläge unterstützen den Kunden bei der Auswahl. Ein Geschenkefinder wie Amazon ihn anbietet ist besonders hilfreich: Die Altersgruppe, das Geschlecht und unterschiedliche Themen können gefiltert werden um das ideale Geschenk zu finden. Der Kunde wird beim Kaufprozess mit den Vorschlägen beraten, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass er kauft.

5. Zusätzliche Produkte anbieten

Zwei Geschenke sind besser als eins? Das sogenannte Upselling unterstützt das Kauferlebnis, indem sinnvolle Produkte ergänzend zum Warenkorb vorgeschlagen werden. Wird etwa eine Kette in den Warenkorb gelegt, werden ebenfalls passende Ohrringe oder ein passendes Armband vorgeschlagen. Wer eine Kaffeemaschine kauft, benötigt auch Kaffee. Beim Upselling ist es wichtig, dass der Kunde sich nicht bedrängt fühlt und nicht zu viele Informationen bekommt, die in vom Kaufvorgang selbst ablenken. Werden die Vorschläge angenommen, steigt der Warenkorbwert und damit der Umsatz.

Anreize zur Online Bestellung
Lieferzeit und Lagerbestand sind wichtige Zusatzinfos

6. Lieferzeiten kommunizieren

Ein Geschenk online bestellen und Lieferung erst nach Weihnachten? Das ist ärgerlich! Und Grund genug offen die Lieferzeiten und Produktmengen zu kommunizieren. Wenn ein Produkt nur noch zwei Mal auf Lager ist, ist der Kaufanreiz höher, als wenn es unbegrenzt vorrätig scheint. Ein Countdown zur Lieferung vor Weihnachten hat einen ähnlichen Effekt. Die Info „innerhalb von 24 Stunden bestellen für Lieferung vor Weihnachten“ treibt zur Eile an.

7. Adventskalender oder Adventskranz

Kunden sollen den Onlineshop möglichst oft besuchen. Ein Adventskalender bietet eine gute Möglichkeit zur Kundenbindung. Aber Vorsicht! Inzwischen bietet nahezu jeder Anbieter einen eigenen Adventskalender an. Wenn ein Adventskalender, dann nur mit einer guten Idee. Ein echter Mehrwert für den Kunden muss hinter jedem Türchen stecken: Etwa ein Gewinn, ein Gutschein oder Rabattcode für den Tag, Information zu einer getätigten Spende, aber auch interessante Videos. Kreative Ideen sind gefragt.

Ein Adventskalender ist mit viel Aufwand verbunden, wer das nicht stemmen kann, aber dennoch mehr Interaktion mit der Kundschaft wünscht, kann sich vier „Türchen“ für einen Adventskranz überlegen, die dann jeweils eine Woche gültig sind.

Durch die hohe Reichweite und attraktive, für die Zielgruppe relevante Angebote steigt auch die Zahl der Käufe.

Frauen und Umwelt

https://verpackungsnews.rajapack.ch/studie-frauen-und-umwelt

8. Wohltätige Zwecke unterstützen

In der Weihnachtszeit zeigt sich jeder etwas grosszügiger als unterm Jahr. Nie wird mehr für gute Zwecke gespendet als vor den Feiertagen. Gutes tun und darüber reden gehört zum erfolgreichen Weihnachtsmarketing. Eine gute Idee ist, den Spendenbetrag an die Verkäufe zu koppeln, wie RAJA das bei Perspektiven für Frauen macht: Für jede verkaufte Verpackungseinheit bestimmter Produkte wird jeweils ein Euro an das Programm gespendet. Eine andere Methode wäre von jedem Euro der Dezemberumsätze einen Cent an eine ausgewählte Organisation zu spenden. Die Kaufbereitschaft steigt, weil der Kunde sich als Wohltäter fühlt.

Mehr Umsatz dank guter Vorbereitung

Weihnachten ist im E-Commerce die wichtigste Zeit des Jahres. Wer noch nicht mit den Vorbereitungen zum Weihnachtsgeschäft begonnen hat, sollte schnellstmöglich beginnen. Die acht Tipps zum Weihnachtsmarketing zeigen Möglichkeiten auf, wie man im Marketing zur besinnlichen Zeit nochmal richtig durchstarten kann, um mehr Reichweite und Umsatz zu erzielen. Aber Weihnachtsmarketing muss von langer Hand vorbereitet werden. Um einen Geschenkefinder umzusetzen oder zum Warenkorb passende Produkte vorzuschlagen, bedarf es eines gewissen Vorlaufs. Zeit ist für die Vorbereitung auf das Jahresendgeschäft von entscheidender Bedeutung. Und durch gute Vorbereitung kann schneller agiert werden, etwa um schnell auf Sonderangebote von Mitbewerbern zu reagieren. Die richtigen Massnahmen steigern die Umsätze und fliessen mit Lerneffekt in die Strategie des kommenden Jahres ein.