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Weihnachten vorbereiten

Weihnachtsgeschäft vorbereiten: Checkliste für Onlineshops

37, 38, 39° Celsius: Es ist Hochsommer und ein Temperaturrekord jagt den nächsten. Die Kunden lassen sich im Urlaub oder im Garten lieber die Sonne auf den Bauch scheinen, beziehungsweise dösen im Schatten, anstatt einzukaufen. An Shoppen denken da die wenigsten. Die Folge davon: Der Sommer ist erfahrungsgemäss die umsatzschwächste Zeit im E-Commerce. Wenngleich das keine erfreuliche Nachricht für den Handel ist, so bietet die nachfrageschwächere Zeit die Gelegenheit, sich auf den Höhepunkt des Jahres vorzubereiten – Weihnachten. Denn eines steht fest: Christmas Shopping ist umsatzstärkste Zeit des Jahres.

Warum wir JETZT über Weihnachten reden

Während die Sonne heiss vom Himmel brennt, fällt es schwer, jetzt schon an die kalte Jahreszeit zu denken. Bislang haben sich noch nicht einmal die ersten Schokoladen-Weihnachtsmänner in die Supermärkte verirrt. Und trotzdem ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um sich auf die nächsten Shoppingevents vorzubereiten. Denn der Zeitraum, in der Weihnachtseinkäufe getätigt werden, zieht sich immer weiter nach vorne. Schon im Herbst werden die ersten Weihnachtsgeschenke für Familie und Freunde eingekauft. Mit dem Black Friday, dieses Jahr am 29. November, beginnt dann das Hauptgeschäft.  Obwohl die weihnachtlichen Festtage auch als Fest der Liebe bekannt sind, ist es eine stressige Zeit, die im E-Commerce zu Problemen führen kann. Jährlich steigen die E-Commerce-Umsätze und -Marktanteile im Vergleich zum Einzelhandel. Inzwischen kauft jeder Fünfte Weihnachtsgeschenke bevorzugt online ein. Um neben der Vielzahl von Onlineshops zu bestehen, ist die richtige Vorbereitung für das Weihnachtsgeschäft unerlässlich.

Der Zeitraum, in der Weihnachtseinkäufe getätigt werden, zieht sich immer weiter nach vorne.

Checkliste fürs Weihnachtsgeschäft

Bei der Vorbereitung aufs Weihnachtsgeschäft müssen viele Punkte beachtet werden. Zum einen die Lagerbestände, Kapazitäten und Lieferzeiten. Zum anderen aber auch Marketing-Maßnahmen, Angebotsaktionen und die Kommunikation. Eine zeitintensive Vorbereitung, die im Idealfall jetzt beginnen sollte! Die folgende Checkliste enthält die wichtigsten Punkte und hilft, das Weihnachtsgeschäft schon jetzt zu planen.

Lagerbestände und Trends ermitteln

Das Sommerloch eignet sich ideal dazu, eine Inventur durchzuführen. Ladenhüter und Verkaufsschlager werden identifiziert. Dadurch kann man ableiten, welche Produkte bei Abverkaufsaktionen wie dem Sommerschlussverkauf oder Black Friday zum Sonderpreis angeboten werden um Platz im Lager zu schaffen – die Produkte, die wenig verkauft werden. Doch vor der Lageraufstockung empfiehlt es sich, die aktuellen Trends zu kennen. Neben den Verkaufsschlagern ist es wichtig zu wissen, was denn zu Weihnachten verschenkt wird. Es gilt, für die einzelnen im eigenen Onlineshop angebotenen Kategorien entsprechende Weihnachtsprodukte zu identifizieren.

Zusatzpersonal

Die Paketflut an Weihnachten stellt Zustelldienste wie Online-Händler gleichermassen vor Probleme. Auf Basis der bisherigen Erfahrungen und Schätzungen empfiehlt es sich, je nach Kapazitäten das Personal aufzustocken. Dafür ist auch eine kurze Einarbeitungszeit notwendig, bis alle Picking-Vorgänge routiniert und ohne Zeitverluste sitzen. Aber anschliessend können Mitarbeiter und Hilfskräfte als eingespieltes Team gemeinsam in der Weihnachtswerkstatt die Geschenke für den Versand vorbereiten. Kümmern Sie sich rechtzeitig um geeignetes Personal. So können Sie sich entspannt auf gute Leute verlassen, wenn es darauf ankommt – und während andere noch suchen können Sie schon loslegen. 

Weihnachten ist immer…

Auswahl des Paketdienstes

Die Auswahl des Paketdienstes ist ein weiterer Erfolgsfaktor für den Onlineshop. Portokosten, Lieferzeiten sowie die Zuverlässigkeit des Paketdienstes stellen wichtige Kriterien bei der Wahl des Zustellers. So ist es zu Weihnachten besonders wichtig, dass die Geschenke pünktlich ankommen. Kein Kunde möchte an Heiligabend ohne Geschenk vor dem Baum stehen. Jedes Jahr steigt das Paketvolumen. Im vergangenen Jahr wurden zum Fest allein in Deutschland 330 Millionen Pakete versendet. Eine große logistische Herausforderung, vor allem wenn man bedenkt, dass den Paketdiensten trotz zusätzlichem Personal geschätzt immer noch tausende Zusteller fehlen. Viele Paketdienste nehmen deshalb in der Saison um Weihnachten keine neuen Kunden mehr an. Durch eine rechtzeitige Abstimmung mit dem aktuellen Partner, kann man so rechtzeitig noch einen weiteren Paketdienst mit ins Boot holen, damit die Weihnachtspost pünktlich ausgeliefert wird und für zufriedene Kunden sorgt.

Individuelle Verpackung

Verpackung ist ein grosser Teil des Marketings: Sie muss zum Produkt passen und kommuniziert die Markenidentität. Während der ganzen Lieferkette macht das Paket auf sich aufmerksam. Inzwischen kann nahezu jeder Artikel personalisiert werden. Darf es vielleicht ein weihnachtlicher Karton sein, der noch bei der Auslieferung dem Nachbarn frohe Weihnachten über den Zaun wünscht? Es gibt vielfältige Möglichkeiten, nur eines geht nicht: Verpackungen ohne Wiedererkennungswert! Der personalisierte Druck von Verpackungsmaterialien kann von der Bestellung bis zur Auslieferung ganze acht Wochen dauern. Eine Bestellung frühzeitig aufzugeben lohnt sich also auch hier. Ein Tipp hinsichtlich Portokosten und Vermeidung von Verpackungsmüll: je nach Artikelgrösse und Bestellmenge Kartons mit entsprechenden Abmessungen ordern.

Es ist nie zu früh um an Weihnachten zu denken…

Webseite anpassen

Die Webseite beziehungsweise der Onlineshop sind das Schaufenster für die Kunden und das sollte weihnachtlich dekoriert werden. Mit passenden Aktionen können Emotionen beim Konsumenten geweckt werden und so zusätzliche Reichweite bescheren:

• Kommunikation der Lieferzeiten: „Um die Bestellung vor dem 24. Dezember zu erhalten, muss der Artikel bis zum … bestellt werden.“
• Gratisgeschenke ab einem bestimmten Bestellwert
• Rabattaktionen und Gutscheine
• Adventskalender
• Gewinnspiele


Auf der Webseite spielt bei weitem nicht nur die Marketingsicht eine Rolle, essentiell sind die Performance und Auswahloptionen beim Bestellvorgang. Schnelle Ladezeiten und stabile Zugriffe bei hoher Belastung tragen ebenfalls massgeblich zum Umsatz bei. Verbindungsabbrüche beim Bestellvorgang sind ärgerlich für den Kunden und schädigen das Vertrauen in der Konsumentenbeziehung. Darüber hinaus sollten beim Kaufvorgang unbedingt die folgenden Optionen angeboten werden:

• Andere Lieferadresse als Rechnungsanschrift, um das Geschenk direkt zu versenden
• Mehrere Optionen für Zahlungsmethode und Kauf von Gutscheinen
• Einpackservice, um das Geschenk schön verpackt auszuliefern
• Expressversand für Last-Minute-Besteller, um die Lieferzeit zu verkürzen
• Versandbestätigung und Tracking-Code, damit der Kunde die Sendung verfolgen kann
• Geschenke-Tipps und Inspirationen, bspw. „andere Nutzer kauften auch“ oder „Weihnachtsgeschenkideen für…“

Retouren nach Weihnachten

Im Idealfall werden keine Artikel retourniert. Das ist allerdings Wunschdenken. Nach Heiligabend bleibt Onlineshop-Betreibern nur kurze Zeit zum Durchatmen. Dann startet schon die Retourenflut. Eine Vorbereitung auf vermehrte Rücksendungen hilft bei der Abwicklung. In einer Qualitätskontrolle werden die Retourenartikel geprüft, bei einem Umtausch muss eine erneute und rasche Zustellung in die Wege geleitet werden. Je nachdem wie viele Gutscheine vor Weihnachten verkauft wurden, sollte man auf ein erneutes Bestellungshoch beim Einlösen vorbereitet sein.  

Rechtzeitige Vorbereitung bedeutet weniger Stress

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Wer das Sommerloch jetzt nutzt, um sich schon auf das Weihnachtsgeschäft im Onlineshop vorzubereiten profitiert. Die Zeit wird genutzt um organisiert alles abzustimmen, vorzubereiten und zu planen. Wenn alles frühzeitig fertiggestellt ist, hat man die Möglichkeit etwa technische Umsetzungen einem Belastungstest zu unterziehen und es bleibt noch Zeit für Optimierungen.

Ein wichtiger Aspekt der Vorbereitung ist Erfahrungen miteinzubinden. Wenn es in der Vergangenheit Schwierigkeiten mit einem Paketdienst gab, sucht an sich eine Alternative. Wenn es zu wenig Weihnachtskartons gab, ordert man mehr. Und wurde der Verpackungsservice nicht genutzt wie erwartet, braucht man dieses Jahr weniger Geschenkpapier… 

Ja, wir sollten jetzt über Weihnachten reden!