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Von Ballenbindern und umfunktionierten Tapeten: Verpackungen im Wandel der Zeit

Kisten aus stabilem Holz und Beutel aus Leder, Leinen oder Seide – im Mittelalter wurde als Packmittel genutzt, was natürlich vorhanden oder leicht zu fertigen war. Hätte es uns von Rajapack damals schon gegeben, wären einige unserer Mitarbeiter vermutlich Ballenbinder gewesen: Diese sorgten als eigenes Berufsbild für die sachgerechte Schnürung kleiner Transportbündel zu grösseren Ballen und deren Verladung auf Pferde oder Karren. Heute, viele Jahrhunderte später, hat sich die Kunst des richtigen Verpackens gehörig weiterentwickelt. Auch ohne die Profession des Ballenbindens lassen sich selbst empfindliche Gegenstände sicher verschicken.

Das liegt an Forschern wie dem Diplom-Chemiker Fritz Stastny. Die wenigsten werden ihn namentlich kennen, mit Sicherheit jedoch eine seiner grössten Erfindungen: Stastny ist Vater des Werkstoffs Styropor. 1952 das erste Mal auf der Düsseldorfer Kunststoffmesse der Öffentlichkeit präsentiert, erregte das Material bereits damals grosses Aufsehen. Styropor wurde im Lauf der Jahre ein beliebtes Beimittel, um den Inhalt von Kartons beim Transport zu schützen: Ob in Flockenform, in Blöcken oder speziell auf ein Produkt angepasst – Styropor schützt vor Kratzern, vor Verrutschen, vor Stössen, dämmt und ist dabei besonders leicht. Das spart zusätzlich Transportkosten.

Beinahe genauso alt wie Styropor ist Luftpolsterfolie. Sie ist eine eher zufällige Schöpfung zweier Ingenieure aus New York, die im Jahre 1957 eigentlich eine besondere Kunststofftapete entwickeln wollten. Diese sollte vor allem leicht an der Wand anzubringen und abwaschbar sein. Als sie entdeckten, dass sich die vermeintliche Tapete als Verpackungsmaterial noch besser eignen könnte, fügten sie kleine Luftblasen zur besseren Dämmung zu und meldeten 1959 ihr Patent an. Luftpolsterfolie ist reissfest, passt sich flexibel der Form von Produkten an, ist sehr leicht und schützt vor Stössen, Zerbrechen, Staub und Feuchtigkeit. Heute besitzt Luftpolsterfolie aufgrund ihrer Eigenschaft, mit einem lauten Knall beim Zusammendrücken zu platzen, zahlreiche Fanseiten im Internet. Sogar ins Museum of Modern Art in New York ist sie als Exponat aufgenommen worden.

Da Nachhaltigkeit inzwischen ein zentrales Thema ist, zählen bei Packmitteln neben der Sicherheit für den Inhalt vor allem ein möglichst geringer Einsatz von Ressourcen sowie eine gute Wiederverwendbarkeit des Materials. Die Schichten der genutzten Folien sind deshalb so dünn wie möglich und die Folie selbst ist mehrfach verwendbar. Flocken auf Basis von Maisstärke weisen als zeitgemässe Alternative zu Styropor die gleichen positiven Schutzeigenschaften auf, sind dabei jedoch absolut biologisch abbaubar – und lassen sich im Zweifelsfall einfach kompostieren.

So antwortet Verpackung immer auf die Möglichkeiten und Ansprüche der jeweiligen Zeit, in der sie genutzt wird. Wir von Rajapack möchten dazu unseren Beitrag leisten, etwa indem wir unser Sortiment ständig um neue, vielversprechende Produkte erweitern – die für uns ebenfalls das Potenzial besitzen, die Welt der Verpackung auch künftig weiter voranzubringen.