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Verpackungen aus Wellpappe schützen ideal. Aber warum?

Wie vor kurzem beschrieben ist die Wellpappe seit ihrer Erfindung in 1882 ein beliebtes und v.a. robustes Polstermaterial um Produkte vor Stössen zu schützen.

Doch woher genau kommt diese Stabilität?

Punkt eins ist natürlich die Form, d.h. die Welle, welche den punktuell wirkenden Druck auf eine grosse Fläche verteilt.

Der zweite massgebliche Faktor liegt in der Qualität der Verklebung der (mindestens) drei Kartonschichten. Je besser die Durchdringung des Papiers mit Klebstoff, desto stabiler ist die Verbindung und desto stabiler die Wellpappe. Ein Qualitätszeichen ist daher die Reissprobe: Je mehr Faserrückstände der beiden getrennten Schichten zurückbleiben, desto besser*.

WellenschichtenEin drittes Unterscheidungsmerkmal ist außerdem die Anzahl der verarbeiteten Wellenschichten: Im Verpackungsbereich üblich sind die einwellige, die zweiwellige und die dreiwellige Wellpappe, wobei die einzelnen Wellenschichten jeweils durch eine glatte Schicht getrennt werden. Die dreiwellige Wellpappe besteht demnach aus sieben Papierschichten und ist damit auch die stabilste! 3-wellige Kartons können daher mehrere hundert Kilo Nutzlast tragen.

Die Festigkeit der Wellpappe wird schon bei der Herstellung auch durch die Wahl der Rohpapiere beeinflusst. Der Anteil des Altpapiers spielt dabei keine unwesentliche Rolle. So führt die Verwendung von Kraftliner-Papier, d.h. Frischfasern, zu höherer Reissfestigkeit, besserer Feuchtigkeitsresistenz und damit erhöhter Stabilität der Wellpappe.

Wellenhöhe

Ausserdem massgeblich für die Dämpfwirkung ist das Verhältnis der Wellenhöhe (h) zur Länge (t) einer einzelnen Welle (von Tal zu Tal), die sogenannte Wellenteilung. Danach werden die Wellen in verschiedene Grössen unterschieden:  von A-Welle (auch Grobwelle genannt) über die immer feiner werdenden C-und B-Wellen bis hin zur E-Welle (Feinst- oder Mikrowelle genannt).  Je kleiner die Welle, desto geringer wird die Stapelfähigkeit (Widerstandsfähigkeit gegen statisch-mechanische Belastungen) und Pufferwirkung. Das Packgut muss somit selbst stärker belastbar sein, d.h. den Druck von aussen mittragen. Kleine Wellen können daher für flache Güter wie Zeitschriften oder Bücher verwenden werden, große Wellen sind für empfindliche Güter ratsam. Allerdings ist die Bedruckbarkeit besser, je kleiner die Welle ist.

 

* http://www.wellpappe-wissen.de/wissen/wellpappe/bauprinzip/verklebung.html?PHPSESSID=29df69d32f8adede7be340e5fab2a619