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Stretchen: Unterschiedliche Eigenschaften von Cast- und Blasfolie

Sommeranfang! Dem Kalender entsprechend begann spätestens mit dem 21.06. die Grillsaison. Es wird also wieder angefeuert – und die alljährlichen Diskussionen zwischen Gas- und Holzkohleanhängern, zwischen „Mir-kommt-kein-Gemüse-auf-den-Rost“-Verfechtern und Folienkartoffelfans leben wieder auf. Immer noch heiss diskutiert wird die Frage, ob das Grillen nun mit oder ohne Folie empfehlenswerter ist. Auch bei uns geht es bei dieser Frage hitzig zu.

Einig sind wir uns aber beim Einsatz von Folien beim Verpacken! Denn insbesondere beim Palettieren, Verladen und Transportieren erfüllen Folien wichtige Aufgaben: Sie fixieren die Ladung nicht nur fest auf der Palette, sondern schützen sie auch – vor Beschädigung, Verschmutzung und nicht zuletzt Diebstahl. Die richtige Wahl kann hierbei die Arbeit ziemlich erleichtern!

Ein Klassiker sind zum Beispiel Stretchfolien: Ob in extrabreiter Ausführung mithilfe eines Stretchgerätes angelegt, maschinell um die Ladung gewickelt oder per Hand um die Palette geführt – sie passen sich jeder beliebigen Form an. Zudem sind sie reissfest, temperaturbeständig und sparsam im Einsatz. Greifen Sie auf verschiedene Farben zurück, lassen sich Ihre Paletten ausserdem auf den ersten Blick unterscheiden.

Die Herstellung macht den Unterschied

Ein Grossteil aller Stretchfolien werden im Giessverfahren hergestellt – daher auch der Name Cast-Folien. Bei der Herstellung wird flüssiges Granulat auf einer wassergekühlten Walze verteilt und dann verarbeitet. Die gegossenen Folien sind transparent, lediglich in der Länge dehnbar, reissfest und rollen besonders leise ab. Sie eignen sich ideal zur Fixierung eher homogener Produkte, also gleichmässig beladener Paletten mit möglichst „sauberen“ und nicht allzu scharfen Kanten.

Neben den Cast- gibt es noch Blas-Folien, die – wie der Name schon sagt – im Blasverfahren hergestellt werden: Dazu wird in einem Extruder Granulat verflüssigt und mit Hilfe von Luft eine Blase erzeugt. Luftmenge, Rohstoffmenge und Abzugsgeschwindigkeit bestimmen die Folienstärke. Der Vorteil der Blasfolie besteht in ihren sehr guten mechanischen Eigenschaften, wie zum Beispiel einer sehr hohen Haltekraft, Dehnfähigkeit, Rückstellkraft und Durchstossfestigkeit. Damit eignen sie sich unter anderem für Paletten mit scharfen Kanten und heterogenen Produkten.

Zu den Blas-Folien gehört beispielsweise superhaftende Stretchfolie. Sie ist reissfest, kälteresistent und eignet sich besonders für das Einstretchen von Paletten, die vorspringende oder vorragende Ecken und Kanten haben. Dabei hält sie Ladungen perfekt in Position. Auch das Einstretchen von besonders sperrigen Produkten wie Gussteilen und Maschinen oder auch Waren mit Übergrösse wird so ganz einfach. Soll es besonders schnell gehen, greifen Sie am besten auf vorgedehnte Folie zurück: Ebenfalls im Blasverfahren hergestellt brauchen Sie damit rund 20 Prozent weniger Zeit für die Transportsicherung und sparen zugleich die Hälfte an Material ein. Aufgrund der Vordehnung ist so gut wie kein Kraftaufwand erforderlich.

Doch nicht nur die Art der Folie ist entscheidend, sondern auch ihre Stärke. Denn das Packgut selbst, seine Grösse und sein Gewicht spielen eine Rolle: Während bei einem Produkt von bis zu 300 Kilogramm eine Folienstärke von lediglich 15 Mikrometern (μ) reicht, sind bei Verdopplung des Gewichts bereits 20 Mikrometer nötig. Ab einer Last von 800 Kilogramm ist eine Folienstärke von 30 Mikrometer angebracht.

Sie sehen: Folien haben es buchstäblich „in sich“! Wir wünschen Ihnen erfolgreiches Einwickeln und gutes Gelingen am Grill!