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Initiative ProStretch: Augen auf beim Folienkauf!

Die deutsche Initiative ProStretch hat vor 14 Jahren den Unregelmässigkeiten am Stretchfolienmarkt den Kampf angesagt und dies recht erfolgreich. Allerdings gibt es immer noch viel zu tun, denn es sind noch nicht alle schwarzen Schafe vom Markt verschwunden.

Die Initiative ProStretch wurde 1997 gegründet. Sie ist organisatorisch an den Fachverband Verpackung im GKV angeschlossen und in ihr haben sich führende Hersteller und Vertreiber von Stretchfolien zusammengetan. Oberstes Ziel ist es, eine auf Vertrauen und Partnerschaft basierende Zusammenarbeit mit Kunden zu erreichen. Anlass der Gründung waren die immer stärker werden Unregelmässigkeiten im Folienmarkt, die auch noch bis heute vorhanden sind. So sind „verschlüsselte“ Angebote wie die Typ-Bezeichnung von Folie für den Kunden teilweise nicht deutlich genug und machen Preisvergleiche nahezu unmöglich. Ein weiterer Grund sind Minderlieferungen in Dicke und Länge der Folie. Überprüfungen zu Folge haben Kunden teilweise bis zu 30% weniger geliefert bekommen, als diese bestellt haben. Dadurch werden nicht nur Kunden benachteiligt, sondern auch die ehrlichen Wettbewerber in ihrem Wirken erheblich eingeschränkt.

In einem der ersten Schritte wurde eine Lieferantenerklärung mit verbindlichen Toleranzen erarbeitet. In dieser verpflichten sich alle Mitglieder der Initiative wesentliche Parameter wie Länge, Breite, Stärke und Gewicht auf der Verpackung direkt zu kennzeichnen. Hiermit wird eine Vergleichbarkeit und Transparenz für den Kunden geschaffen. Alle ProStretch Mitglieder verpflichten sich ihre Folien klar und eindeutig zu kennzeichnen und darüber hinaus sehr geringe Toleranzen einzuhalten. Damit hat der Kunde eine juristische Möglichkeit gegen eine Minderlieferung und die daraus resultierenden finanziellen Einbussen vorzugehen. Ausserdem plant die Initiative ProStretch eine permanente Kundeninformation zu den unterschiedlichsten Themen, wie Gesetzgebungsverfahren und Marktentwicklung. Aber auch die ökologischen und ökonomischen Vorteile der Stretchfolie sollen dabei nicht zu kurz kommen.

Damit der Kunde die Angaben des Lieferanten auch überprüfen kann, wurde ein einmaliges Computerprogramm entwickelt: Mit Hilfe dessen wird die Lieferung mit der Bestellung verglichen. Einfach im Internet den Test aufrufen, alle Daten eingeben und das Programm errechnet etwaige Abweichungen und den wirtschaftlichen Schaden, den der Kunde daraus erleidet. Darüber hinaus wird ein Musteranschreiben zum Download angeboten, welches die Reklamation beim Lieferanten erleichtert.

Der Initiative gehören mittlerweile mehr als 30 namhafte Hersteller und Händler an, welche sich an die Lieferantenerklärung halten. Aber immer noch gibt es „schwarze Schafe“ auf dem Markt. Deshalb gilt: Augen auf beim Folien kauf – Achten Sie auf das ProStretch Logo!

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auf den Webseiten von GKV und IK.

Autor: Kommunikation Rajapack