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dokumententaschen geschichte

Dokumententaschen: Eine Herstellergeschichte

Jeder kennt sie: die klassische Dokumententasche (oder Begleitpapiertasche). Auf allen Arten von Sendungen aufgeklebt macht sie sofort auf wichtige Transportdokumente aufmerksam. Darüber hinaus schützt sie Dokumente wie Lieferscheine, Rechnungen, Garantiescheine, Bedienungsanleitungen und ähnliches vor Beschädigungen und Witterungseinflüssen. Es gibt sie in den Standardgrössen DIN C6 (114 x 162 mm), DIN lang (110 x 220 mm), DIN C5 (162 x 229 mm) und DIN C4 (229 x 324 mm)

Doch wie wird dieses Allround-Talent eigentlich hergestellt? Bei einem Rundgang durch die Produktionshallen der Firma Debatin konnten wir dieser Frage nachgehen…

Am Anfang steht eine grosse Rolle Silikonpapier. Diese wird mit hoher Geschwindigkeit abgerollt und läuft durch eine Maschine, in welcher 180°C heisser Kleber aufgetragen wird. Im nächsten Schritt wird die untere Folie der Dokumententasche mit dem Papier verbunden. Nun läuft eine zweite Folie aus hochtransparentem Polyethylen hinzu. Sie stellt sicher, dass die innenliegenden Dokumente später gut zu lesen sind. Die beiden Folien werden verschweisst. Zum Schluss wird noch der Abdeckstreifen angebracht, welcher sich am oberen Ende der Dokumententasche befindet. Die Maschine schneidet die unbedruckten Dokumententaschen nun in Bahnen von jeweils vier nebeneinander liegenden Dokumententaschen. Diese werden in Handarbeit voneinander getrennt, um dabei die bestmögliche Qualitätskontrolle durchführen zu können. Die Mitarbeiter testen also gleich bei der Konfektionierung die Verarbeitung der fertigen Produkte.

Der Vorteil dieser unbedruckten, volltransparenten Dokumententasche: Ein Label von Versanddienstleistern kann mit eingelegt und vom Scannergerät erkannt werden, was bei den Dokumententaschen mit rotem Aufdruck nicht möglich ist.

Oft sieht man jedoch auch die bedruckten Dokumententaschen: Der „Klassiker“ in rot ist in mehreren Sprachen beschriftet und lässt sich so problemlos für internationale Warensendungen verwenden.

In der Herstellung wird der Druck noch vor dem Schneiden aufgestempelt. Für die in Deutschland sehr bekannte Dokumententasche wird so z.B. erst der rote Hintergrund aufgestempelt, es bleibt lediglich eine transparente Fläche für das Adressfenster. Ist die erste Farbschicht aufgetragen wird diese mit Wärme angeblasen. Das Lösungsmittel verdunstet und die Farbe trocknet. Nun läuft die rote Dokumententasche über eine zweite Farbwalze welche einen schwarzen Schriftzug wie beispielsweise „LIEFERSCHEIN – RECHNUNG“ aufstempelt. Um die Farbe optimal auf der Tasche anzubringen wird die zu bedruckende Oberfläche vorab selbstverständlich angeraut. So verschmiert auch bei mehrfarbigem Druck nichts.