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Klebeband

Die Technik macht’s und nicht die Masse: Der richtige Einsatz von Packband

Es ist seit fast 80 Jahren nicht wegzudenken aus Lager und Logistik, Versand, Produktion, Büro und Haushalt. Seine Karriere begann als „Behälter für mit Trockenklebstoff versehene Klebestreifenrollen“: Die Rede ist vom Klebeband! Nachdem der Name Tesa ursprünglich für eine Zahncreme und sogar eine Wurstpelle vergeben wurde, meldete Beiersdorf im Jahr 1935 das Patent für die transparente Kleberolle und den dazugehörigen Tischabroller an. Es beginnt ein unbeschreiblicher Siegeszug des Klebebandes, die Anwendungsbereiche sind nahezu unerschöpflich: Als Insektenfalle,  Warnbänder als Markierung von Treppenstufen, doppelseitige Klebestreifen zum Aufhängen von Postern bis hin zu ganzen Regalen – es wird geklebt was das Zeug hält. Und tatsächlich: Es hält!

Wie Klebebänder aufgebaut sind, welche Eigenschaften und Bestandteile sie haben, haben wir in unserem PDF-Spezial Klebeband – Aufbau und Bestandteile   aufgeführt. Die Übersicht steht auch in unserem Verpackungstechnik-Downloadbereich zur Verfügung.

Die richtige Verschlussart

Wird das Klebeband zu Verpackungszwecken eingesetzt, spricht man vom Packband. Für uns als Verpackungsversandhändler liegt der Schwerpunkt dabei  ganz klar auf dem Verschliessen von Kartons. Die dabei immer noch gängige Meinung: Viel hilft viel! Häufig wird dabei das Paket regelrecht mit Klebeband umwickelt. Ein Materialverbrauch, der oft nicht gerechtfertigt ist. Wir zeigen Ihnen drei Verschlussarten, mithilfe deren Sie Ihre Pakete mit möglichst minimalem Materialaufwand sicher Verschliessen können:

 

U-Verschluss

U-Verschluss

ODER
U-&L-Verschluss

U-&L-Verschluss

ODER
H-Verschluss

H-Verschluss

geeignet für leichte Verpackungen bis 20kg auf kurzen Transportwegen für mittelschwere Verpackungen bis 40kg auf langen Transportwegen oder bei Langzeitlagerung für schwere Verpackungen ab 40kg auf langen Transportwegen oder bei Langzeitlagerung

Natürlich spielt nicht nur die Verschlussart, sondern insbesondere die Wahl des richtigen Packbandes eine entscheidende Rolle. Welche Kartonqualität wird mit dem Klebeband verschlossen, welches Gewicht hat das Packgut? Welchen klimatischen Bedingungen ist das Klebeband ausgesetzt (interessant besonders im Tiefkühlbereich oder bei Export in tropische Länder)? Spielt das Abrollverhalten und das Abrollgeräusch ein Rolle (es gibt tatsächlich leicht und schwer abzurollende bzw. laut oder leise abrollende Bänder!)? Die Übersicht erleichtet die Auswahl des richtigen Klebebandes:

Packband Tabelle

Anwendung und Lagerung

Klebebänder sollten bei einer Temperatur von mindestens 10 °C aufgebracht werden. Die Oberfläche sollte Sauber und trocken sein.  Bei PP Packbändern sollte die Dehnung vermieden werden, da sich das Packband sonst ablösen kann. Wir empfehlen Klebebänder maximal 6 Monate bei einer Temperatur zwischen 18 und 25 °C zu lagern. Sollte dies nicht möglich sein, die Packbänder einfach 24 Stunden vor ihrer Verwendung bei Raumtemperatur lagern. Low-noise Packbänder können sogar biszu 1 Jahr gelagert werden und Nassklebebänder kann, vor Licht und Staub geschützt, auch mehrere Jahre gelagert werden.

Übrigens: Tesa wird mittlerweile häufig als Synonym für Klebebänder verwendet. Ersetzt der Markenname eines Produktes nach und nach den Gattungsnamen, spricht man von einer generischen Marke. Weitere berühmte Beispiele: Plexiglas, Edding, Fön, Labello…