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Die DIN-Papierformate-und-ihre-Anwendungsbereiche

Die DIN-Papierformate

Wieso drucken wir eigentlich alle Briefe auf DIN A4 Papier? Und wie kann es sein, dass die meisten Kartenspiele und Tageszeitungen das gleiche Format haben? Im Umgang mit Papier gibt es klare Regeln. Das Deutsche Institut für Normung, kurz DIN, beispielsweise ist weltweit die größte Einrichtung dieser Art. Eine der ältesten und wohl auch bekanntesten Normen des Institutes ist die DIN-Norm für Papierformate. Jedes neue Schulkind kommt bereits mit der DIN 476 Norm in Berührung wenn es heißt DIN A4 Heft oder DIN A5.

Warum eine Norm für Papierformate?

Die DIN 476 gibt es bereits seit dem 18. August 1922. Der deutsche Mathematiker Dr. Walter Porstmann arbeitete zu diesem Zeitpunkt in Berlin bei dem „Normenausschuß der deutschen Industrie“ (heute: Deutsches Institut für Normung e.V.). Täglich hatte er bei seiner Arbeit mit zahlreichen Akten, Dokumenten und Papieren zu tun, alle in verschiedenen Formaten und Formen die nicht zusammenpassten und das Ordnen erheblich erschwerten. Als ordnungsliebender Bürokrat war das ein echtes Ärgernis für Porstmann, zugleich hatte er aber bereits die Umwelt im Blick: „Der Gewinn, der sich aus der Vereinheitlichung der Papierformate für die Allgemeinheit ergibt, ist besonders deswegen hoch anzuschlagen, weil er eine Schonung unserer kostbarsten Güter, der Wälder, bedeutet“[1], argumentiert Porstmann.

Die Vereinheitlichung der Papierformate

Bei seiner Vereinheitlichung ging Porstmann von einem rechteckigen Blatt von einem Quadratmeter Größe aus, dem Format DIN A0. Das Verhältnis der beiden Seiten zueinander beträgt 1: √2 (ungefähr 1:1,41). Mit Hilfe dieser Formel bleibt das Verhältnis der Seitenlängen immer gleich. Somit können alle kleineren Formate durch die Halbierung des Grundformates entstehen. Faltet man also DIN A0 einmal, entsteht DIN A1, zweimal gefaltet ergibt sich DIN A2, dreimal DIN A3, viermal DIN A4 usw. (siehe Grafik). Dieses sehr einfache Prinzip der Papiernorm verbreitete sich innerhalb von 14 Jahren in ganz Deutschland. 1975 wurde aus der DIN 476 die internationale Norm ISO 216, die sich schließlich weltweit durchgesetzt hat. Lediglich die USA und Kanada nutzen andere Formate.

Das Prinzip der DIN-A Formate ist einfach

Die DIN-A-Formate (Quelle: Wikipedia (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8a/A_size_illustration.svg))

Die Papierformate nach DIN 476/ISO 216

Nach der DIN 476 gibt es vier Reihen, die mit A bis D bezeichnet und von 0 bis 10 durchnummeriert werden. Die Formate der DIN A-Reihe begegnen und beeinflussen uns sehr häufig im Alltag in Form von Briefen und Heften (DIN A4), Flyern, Postkarten und Toilettenpapier (DIN A6), Filmplakaten (A1) usw.. Die DIN A-Formate bilden daher auch den Ausgangspunkt für die Berechnung der anderen Papierformatreihen. Die DIN D-Reihe ist die kleinste der Reihen und findet nur wenig Verwendung, ein Beispiel der Verwendung ist die DIN D5, die für DVD Hüllen genutzt wird.

DIN B-Formate werden in erster Linie für Prospekthüllen und Mappen, Umschläge, Spielkarten und Etiketten (DIN B8), Reisepässe (DIN B7) und Bücher (DIN B5 und B6) genutzt. DIN B wird auch Bogenformat genannt, da sie mit wenigen Ausnahmen die Druckbogenformate für Drucksachen aus der DIN A-Reihe darstellen. Die DIN B-Formate sind größer als die DIN A-Formate und zwar um ca. 1,19 m². Für die Breitenberechnung der DIN B Reihe wird die Wurzel aus dem gleichgroßen DIN A-Format, für die Längenberechnung jedoch die Wurzel aus dem nächstgrößeren DIN A-Format gezogen. DIN B4 wäre somit: Breite = √A4 x Länge = √A3.

Die Formate der DIN C-Reihe werden am Häufigsten für Umschläge (Briefumschläge und Versandtaschen) verwendet. Ausgangspunkt für die Berechnung von DIN C ist wieder die A-Reihe: Für die Breite wird die Wurzel aus der Summe des gleichgroßen A-Formates gezogen und für die Längenberechnung wird die Wurzel der Summe des nächstgrößeren DIN B-Formates gezogen. DIN C4 wäre damit: Breite = √A4 x Länge = √B3

Damit nicht jedes Format einzeln ausgerechnet werden muss, haben wir zur Vereinfachung in folgender Tabelle alle Formate der DIN A-C-Reihen mit Beispielen aus dem Alltag zusammengefasst:

Die Papierformate der DIN-Reihen A-C

Papierformate DIN A-DIN C

Im nächsten Blog erklären wir welcher Briefumschlag für welches Papierformat der richtige ist.

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Papierformat

http://www.din-formate.de/

[1] http://www1.wdr.de/themen/archiv/stichtag/stichtag6862.html